Folge 26

mit Ekkehard Brose

von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik

Die NATO feiert ihren 70. Geburtstag in London. Kurz davor bescheinigte der französische Präsident Macron dem Verteidigungsbündnis den Hirntod. Donald Trump erklärte in seinem Wahlkampf die NATO noch für obsolet - nun verteidigt er sie. Verkehrte Welt. Auch Bundeskanzlerin Merkel kritisiert Frankreichs Präsident und meint, solch ein "Rundumschlag" wäre nicht nötig.

Bei der NATO brennt es an vielen Ecken und Enden. Macron will eine neue Öffnung Richtung Russland. Erdogan macht Geschäfte mit Putin und Chinas (militärische) Macht wird rasant größer.

Von einem Konsultations-Bündnis, welches die NATO sein sollte, kann man immer seltener sprechen. Zum Teil kündigen Staaten an, Beschlüsse der Gemeinschaft zu blockieren, wenn man ihnen in gewissen Punkten nicht entgegenkommt.

Frankreichs Präsident Macron fordert die NATO-Mitglieder auf, sich stärker auch militärisch zu engagieren und zielt mit seinen Äußerungen in Sachen MINUSMA in Mali auch auf Deutschland.

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer machte in letzter Zeit immer wieder Vorstöße - eine Schutzzone für die Kurden im Norden Syriens einrichten. Sie will einen Bundessicherheitsrat ins Leben rufen. Für diese Ideen wird sich heftig kritisiert. Zu Recht?

Unter anderem darüber habe ich mit Ekkehard Brose gesprochen. Er ist der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Zuvor war er unter anderem stellvertretender Büroleiter des NATO-Generalsekretärs in Brüssel und Botschafter im Irak.

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